Link verschicken   Drucken
 

David Berkowicz

David Berkowicz, Jude
Emilstraße 13

 

Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden auch in Polen Juden aus ihrem Lebensumfeld vertrieben. Auch unter den Polen herrschten antisemitische Strömungen. Nach und nach wurden Juden im polnischen Lodz dazu gezwungen, in einem Ghetto zu leben.


Das Ghetto in Lodz wurde 1940 vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.


164 000 Bewohnern standen nur 48 000 Räume zur Verfügung. Mit jeder Deportationswelle kamen mehr Ghettoinsassen dazu und die Lebensbedingungen verschlechterten sich. Es entstanden innerhalb des Ghettos Fabriken, die für die Wehrmacht oder für private Unternehmen Güter herstellten. Die Ghettobewohner wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet.
In diesem Ghetto gab es einen Judenrat. Dieser Judenrat hielt den Schein aufrecht, dass sich Juden selbstbestimmen durften. Den Vorsitz des Rates hatte Chaim Rumkowski inne.
Indem Chaim Rumkowski in den Vordergrund stellte, dass die Arbeitskraft der Zwangsarbeiter wertvoll war, versuchte er die Menschen vor Misshandlung, Hunger und Mord zu schützen.
Dennoch starben etwa 25 Prozent der Ghettoinsassen an Hunger, Krankheiten und den Folgen der Zwangsarbeit.
In der Nähe von Lodz gab es das Vernichtungslager Chelmno. Hier wurden 1942 über 70 000 Menschen ermordet.

David Berkowicz war Tischler. Er kam im gleichen Jahr nach Deutschland, in dem der Erste Weltkrieg endete. Nach der Machtergreifung Hitlers wurde er gemeinsam mit seiner Frau 1938 nach Polen ausgewiesen. Nur wenige Monate später kehrte er wieder nach Duisburg zurück.

 

Am 27.10.1941 wurde David Berkowicz nach Lodz verschleppt. Das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte er nicht mehr.

 

Text als download